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Naturparkschule

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Wir sind Lebensheld:innen!


Voller Inbrunst riefen die Drittklässler:innen diesen Satz, der das Einstiegsritual einer jeden Stunde im Selbstverteidigungskurs beendete.

Von ihrem Trainer Bernd Hofmaier lernten die Kinder nicht nur, wie man sich in gefährlichen Situationen schützen kann, sondern auch eine Menge über Respekt, Mut, Toleranz, und sie gewannen Vertrauen in die eigenen Fähigkeiten. Am Ende wurden die Eltern der Schüler:innen zu einer gemeinsamen Abschlussstunde eingeladen. Manche staunten nicht schlecht, als das eigene Kind ein Holzbrett in zwei Teile teilte – mit der Hand! Zudem waren die Drittklässler:innen sehr stolz, als sie an ihren Eltern die erlernten Selbstverteidigungstechniken demonstrieren durften. Glücklicherweise überstanden dies alle Eltern ohne größere Blessuren.

Nach der pandemiebedingten Pause ist der Selbstverteidigungskurs mit Herrn Hofmaier wieder ein fester Bestandteil im Jahreskreis. Wir danken an dieser Stelle ganz herzlich dem Förderverein der Grundschule Lauterbach e.V. dafür, dass dieser die gesamten Kosten des Selbstverteidigungskurs stemmt!

Damit dies auch in Zukunft funktioniert, ist der Förderverein vor allem auf Mitgliedsbeiträge angewiesen. Das Tolle: Jede/r kann Mitglied werden, auch Omas, Opas, Tanten und Onkel. Interessierte erhalten nähere Informationen auf der Homepage der Schule oder dürfen sich auch gerne telefonisch melden.

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26. Juli 2022




Ein leckerer Tag!


Dieses Kompliment eines Schülers der Lauterbacher Grundschule gebührt dem Imker Daniel Ginter und seinen fleißigen Bienen. Der Imker, der von seinem Arbeitgeber extra für diesen Morgen freigestellt wurde, hat die Schüler der ersten Klasse der Naturparkschule Lauterbach eingeladen, um ihnen einen Einblick in die Welt der Bienen und ihr fleißiges Tun zu geben.

Bereits im Mai war die Klasse mit Kim Ebinger vom LEV Mittlerer Schwarzwald e.V. unterwegs, um auf dem Gelände des OGV Lauterbach Vieles über die Pflanzen- und Tiervielfalt zu erfahren und zu erforschen. Mit der Lupe wurden Blüten und Insekten genauer betrachtet und auf unterschiedliche Merkmale und Gemeinsamkeiten hin untersucht. Anhand der Honigbiene soll nun bei der zweiten Exkursion eine Insektenart ausführlicher erkundet werden.

Nach kurzer Einführung und Vorstellung der Verhaltensregeln, bitte keine hektischen Bewegungen und nicht vor das Flugloch stehen, fängt es auch schon mächtig an zu rauchen. Der Imker hat den sogenannten Smoker gestartet, um die Bienen soweit zu beruhigen, dass der Kasten gefahrlos geöffnet werden kann.

Die anfängliche Zurückhaltung der Schüler schlägt ganz schnell in Begeisterung um, als klar wird, in den Kästen wimmelt es nur so von Bienen und die sind total ruhig. Die Erklärung ist ganz einfach: Die Bienen wittern bei Rauchentwicklung einen Brand und um die Vorräte in Sicherheit zu bringen, saugen sie sich mit Honig voll. Das macht sie dann so träge und langsam.

Von Natur aus ruhig und vor allem gefahrlos, sind die männlichen Bienen, die sogenannten Drohnen, die keinen Stachel besitzen. Wer wagt es eine Drohne auf die Hand zu nehmen? Natürlich alle!

Zu guter Letzt stellt sich aber dann doch die Frage, wie der Honig entsteht und in die Waben gelangt und von dort aus ins Honigglas. Alles Fragen, die der Imker zu beantworten weiß –und wie der Honig ins Glas kommt, kann er direkt auch vorführen. Dazu geht es in den Honigraum, wo die Schüler selbst Hand anlegen und mit einem Kamm die Wachsdeckel von den Waben entfernen. Anschließend werden die Holzrahmen mit den Honigwaben in die Honigschleuder gestellt und nach dem Start der Schleuder läuft im Handumdrehen herrlicher goldener Honig in einen Behälter.

Zum Abschluss darf dann auch jeder den frischen Honig auf einem Butterweckle probieren. Wie bereits gesagt: Ein leckerer Tag!



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26. Juli 2022



Das Sulzbächle bekommt die Note 1


Zu diesem Ergebnis kommen die Drittklässler der Grundschule Lauterbach bei ihrer jüngsten Exkursion mit der Umweltpädagogin Manuela Riedling vom Naturpark Schwarzwald Mitte/Nord.

Die Schüler waren ja schon einiges in Sachen Wasser unterwegs und sind auch sehr gut informiert über die Bedeutung des Wassers. Am vergangenen Mittwoch konnten sie dann aber endlich selbst aktiv werden. Da heißt es bei herrlich sommerlichen Temperaturen: Schuhe aus und ab in den Bach!

Natürlich nicht ohne eine Einführung von Frau Riedling, die noch einmal sehr praxisnah darstellt, wie wenig trinkbares Wasser dem Menschen eigentlich zur Verfügung steht und wie verschwenderisch wir oft damit umgehen. Ganz deutlich wird das, wenn man sich überlegt, dass sogenanntes virtuelles bzw. unsichtbares Wasser in allen alltäglich genutzten Produkten steckt, zum Beispiel auch in einem T-Shirt. Ganze 2.700 Liter Wasser werden benötigt, um ein T-Shirt von ca. 250g herzustellen. Da sind die Schüler froh, dass sich der Förderverein entschlossen hat, nicht jedes Jahr neue Schul-T-Shirts anzuschaffen, sondern die der Schulabgänger an die jüngeren Klassen weiterzugeben.

Aber dann geht es wirklich los, und ausgerüstet mit Becherlupe, Pinsel und Kescher haben die Naturparkentdecker den Auftrag zu prüfen, wie sauber das Wasser des Sulzbachs ist. Dazu gibt es eine einfache Methode: Einige Tiere können nur in sauberem Wasser leben, andere dagegen halten es auch in einem verschmutzten Gewässer aus. Deshalb gilt es, kleinste Wassertierchen aufzuspüren und unter die Lupe zu nehmen. Gut versteckt unter den Steinen im Bachbett und in der Vegetation finden sich dann auch Stein- und Eintagsfliegenlarven, Bachflohkrebse, Köcherfliegen, Strudelwürmchen und einige mehr. Sogar ein kleiner Krebs wurde gesichtet.

Da diese Tierchen nur in sehr sauberem Wasser leben, haben die jungen Forscher den Beweis erbracht, dass ein Bad im Sulzbach nicht nur super erfrischend, sondern mit einer 1a Wasserqualität auch absolut ungefährlich ist.

Der Dank der Schüler geht an Manuela Riedling, die mit viel Freude und Fachwissen diese Exkursion geleitet hat.



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14. Juli 2022


Auf den Spuren Willhelm Kimmichs


Noch einmal waren die Viertklässler mit der Naturparkschule unterwegs, dieses Mal beschäftigten sie sich mit Kunst und Kultur. Gemeinsam mit Kunsthistorikerin Ulrike Hoffmann und Klassenlehrerin Susanne Lehmann erkundeten sie das Leben und Schaffen von Wilhelm Kimmich. Die Viertklässler erfuhren, dass ein Kinderleben damals ganz anders war, musste Wilhelm Kimmich doch schon früh als Hütejunge auf dem Käppelehof arbeiten, weil die Familie nicht alle Kinder selber ernähren konnte. Aus Zeitdokumenten erfuhren sie, dass Wilhelm Kimmich seine Kindheit trotzdem als glücklich und unbeschwert bezeichnete. Schon in seiner Jugend zeichnete und malte er gerne und bereits damals zeigte sich sein außergewöhnliches Talent. Nach einem Besuch in der Galerie Wilhelm Kimmich durften die Schülerinnen und Schüler dann ihr eigenes Können ausprobieren. Genau wie Wilhelm Kimmich wanderten sie in die Natur, um vor Ort Skizzen zu fertigen. In der Schule wurden die Skizzen dann mit großem Eifer und künstlerischem Geschick fertig gemalt, mit Acrylfarben, Spachtel und Pinsel – eben genau so wie der berühmte Lauterbacher Künstler Wilhelm Kimmich. Wer weiß - vielleicht schlummert ja in manchem Kind ein unentdecktes Talent und eine zukünftige Lauterbacher Berühmtheit?!

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14. Juli 2022


Wie kommt das Wasser in den Hahn?
Klasse 3 auf den Spuren der Trinkwasserversorgung


Im Rahmen des Projekts Naturparkschule liegt im dritten Schuljahr ein Schwerpunkt auf dem Thema Wasser.

Nachdem die Drittklässler im Sachunterricht gelernt haben, wie kostbar sauberes Wasser ist, stellte sich die Frage: Woher kommt eigentlich unser Trinkwasser? Und wie gelangt es schließlich in den Wasserhahn?

Wie ein Hochbehälter funktioniert, erkannten die Schüler:innen im Experiment zum Prinzip der verbundenen Röhren.

Soweit die Theorie. Nun war es Zeit, auf Entdeckertour zu gehen, um die im Unterricht kennengelernten Inhalte, in „echt“ zu erleben.

Mit vielen Fragen im Gepäck machten sich die Naturpark-Entdecker:innen zunächst auf zum Hochbehälter Heiligenmatte, der maßgeblich für die Wasserversorgung in Lauterbach zuständig ist. Herr Wälde von den Stadtwerken Schramberg erklärte den Schüler:innen viel Interessantes rund um die Arbeit im Wasserwerk und beantwortete die Fragen der Kinder.

Nach dem Erkunden des kleinen Wasserwerks, ging es zur großen Wasserversorgung „Kleine Kinzig“. Mit großem Erstaunen schritten die Schüler:innen durch den Stollen, der unter dem Stausee zum Wasserturm führt und waren froh über ihre Entdeckerweste, da es hier ganzjährig um die 10° Celsius hat. Sportlich erklommen die Schüler:innen mit ihren Lehrerinnen die 351 Treppenstufen bis ganz nach oben in den Wasserturm, von wo aus sich ein toller Ausblick über den Stausee bot. Im Anschluss gab es noch eine Führung durch das Wasserwerk.

Mit viel neuem Wissen im Gepäck kehrte man zurück zur Schule, wo die vielen Eindrücke noch einmal abschließend geordnet werden konnten.

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19. Mai 2022


Besuch auf dem Schafshof


Im Rahmen der Naturparkschule beschäftigten sich die Zweitklässler im Sachunterricht mit dem Modul „Rund um das Schaf“. Im Unterricht erfuhren die Kinder zunächst, wie die einzelnen Schafmitglieder genannt werden. Danach beschäftigten sich die Kinder damit, was Schafe fressen und wie sie artgerecht gehalten werden. Die Kinder lernten auch das Schaf als Nutztier kennen. Sie wissen nun, dass wir das Fleisch, die Wolle und die Milch von den Schafen bekommen. Die sich nun anschließende Frage, wie aus der Wolle ein Pullover wird, durfte auch nicht fehlen. Die Antwort auf diese Frage wurde anhand eines Filmes geklärt. Nachdem die Schafe geschoren sind, wird die Wolle gewaschen, getrocknet, gekämmt und gesponnen.

Um den Zweitklässlern ein möglichst naturnahes und anschauliches Erlebnis zu ermöglichen, besuchten die Kinder mit ihren beiden Lehrerinnen den Schafshof von Frau Weiß in Sulzbach. Nach einer schönen Wanderung, kamen die Kinder voller Vorfreude an. Frau Weiß begrüßte uns mit einem Muttertier und zwei frisch geborenen Lämmchen auf ihrem Hof. Diese Gelegenheit wurde von den Kindern gleich genutzt, um die Tiere ausgiebig zu betrachten und zu streicheln. Danach durften die Kinder in Kleingruppen die Schafe mit Heu, Gemüse und Rüben füttern. Im Anschluss daran erfuhren die Kinder, wie sich ungewaschene und gewaschene Wolle anfühlt. Frau Weiß erklärte, dass sich die ungewaschene Wolle fettig anfühlt, da sich das Wollfett noch in der Wolle befindet. Um den Kindern zu verdeutlichen, was aus Wolle gemacht werden kann, hatte sie einige Anschauungsmaterialen dabei. Hier gab es eine Jacke, die aus reiner Wolle gestrickt war. Das Besondere an der Jacke war, dass sie sehr schwer war. Das Highlight am Ende war die Namensgebung der frisch geborenen Lämmchen durch die Kinder. Um das Thema „Rund um das Schaf“ abzuschließen, durften die Kinder in der Schule eine Blume filzen. Hierfür besuchte uns Frau Hohenstein-Rothinger. Sie ist Schwarzwald-Guide für den Naturpark Schwarzwald Mitte/Nord. Zu Beginn erzählte sie nochmals, welchen Weg die Wolle vom Schaf zum Pullover zurücklegt. Nachdem die Arbeitstechnik des Filzens erklärt wurde, legten die Kinder auch schon los. Damit sich die einzelnen Wollfäden miteinander verfilzten, war Wasser und sehr viel Seife nötig. Mit viel Eifer und Ausdauer filzten die Kinder ihre Blume. Am Ende konnten alle Kinder eine Blume herstellen, die sie dann mit nach Hause nehmen durften. Den Kindern haben diese beiden Aktionen sehr viel Spaß gemacht. Sie waren sich einig darüber, dass man die Aktionen gerne wiederholen kann.

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24. November 2021


Die Naturpark-Entdecker sind wieder unterwegs


Längere Zeit musste die Entdecker-Ausrüstung der Lauterbacher Grundschüler ruhen, da pandemiebedingt die Module im Rahmen der Naturpark-Schule nicht durchführbar waren.

Umso mehr freuen sich alle Beteiligten, dass es nun endlich wieder weitergehen kann. Und das gleich mit Vollgas: Waren es vor der Pandemie noch 4 Module, so sind im laufenden Schuljahr 8 Module in Planung.

Den Anfang machten die Schülerinnen und Schüler der Klasse 4. Die Klasse war mit Revierförster Reinhard Braun und ihrer Klassenlehrerin als Wald-Entdecker unterwegs. Somit konnten die Viertklässler das ausgefallene Waldmodul vom Vorjahr noch nachholen.

Eine Woche später starteten die Drittklässler ebenfalls mit dem Revierförster Richtung Wald. Nachdem im Unterricht bereits die verschiedenen Baumarten samt zugehöriger Blätter und Früchte besprochen wurden, hatten die Schülerinnen und Schüler nun die Gelegenheit, den herbstlichen Wald hautnah und mit allen Sinnen zu erfassen.

Zu dem hielten die Kinder, ausgestattet mit den schuleigenen Tablets, ihre Eindrücke digital fest. So wurden eifrig Fotos gemacht, die dann auch direkt beschriftet wurden. Auf diese Weise konnten die vielfältigen Eindrücke und Entdeckungen mit in den Unterricht genommen werden. Die Schülerinnen und Schüler präsentierten dort ihre Entdeckungen auf eindrückliche Weise ihren Mitschülern.

Des Weiteren stellte sich Förster Braun sehr geduldig den vielen Fragen der Kinder:
Wie hoch kann ein Baum wachsen?
Wie alt ist der Baum dort?
Was fressen Rehe im Winter?
Was macht ein Förster?
Warum heißt der Schwarzwald eigentlich Schwarzwald?

Die Drittklässler entpuppten sich als begeisterte Interviewer und hielten ihre Gespräche mit Herrn Braun teilweise in Form eines Videos fest, so dass auch die Antworten des Försters im Unterricht nochmals für die ganze Klasse zur Verfügung standen.

Wir bedanken uns an dieser Stelle ganz herzlich bei Revierförster Reinhard Braun für einen besonders lehrreichen Vormittag im Wald!

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20. Oktober 2020


Mit dem Förster unterwegs


Nachdem im vergangenen Schuljahr ein Lerngang in den Wald wegen der Coronapandemie ausfallen musste, durften die Viertklässler unserer Naturparkschule diesen Ausflug endlich nachholen. Gemeinsam startete man mit Herrn Revierförster Braun von der Schule aus in Richtung Pavillon, wo eine erste Rast eingehalten wurde. Unterwegs gab es viel Interessantes und Lehrreiches zu entdecken. Die Schülerinnen und Schüler zeigten Herrn Förster Braun, dass sie schon viele Blätter- und Baumarten erkennen und unterscheiden konnten. Auch mit den Tieren des Waldes kannten sie sich bestens aus. Herr Braun vertiefte und erweiterte das Wissen der Kinder mit zahlreichen Entdeckungen, Hinweisen und Erklärungen. Sogar die anstehende Felssicherung in Lauterbach zeigte und erklärte er den Kindern ausführlich. Zur Freude der Kinder gab es unterwegs auch Bäume zum Klettern, was natürlich gleich getestet wurde. Gut gelaunt und mit großem Applaus bedankten sich die Kinder und ihre Lehreolle2rin S. Lehmann bei Herrn Förster Braun für den lehrreichen Vormittag.

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17. Oktober 2020


Naturparkentdecker unterwegs


Wasser ist ein zentrales Thema in der dritten Klasse unserer Naturparkschule. Also machten sich die Drittklässler bei schönstem Wetter zusammen mit ihren Lehrerinnen auf den Weg, den Sulzbach zu erkunden. Ausgerüstet mit Keschern, Gummistiefeln und Becherlupen wanderte man zu einer flachen Stelle am Sulzbach, wo die Kinder mit großer Begeisterung kleine Tiere sammelten und beobachteten. Natürlich wurden die Tiere nach der Beobachtung wieder an ihrem ursprünglichen Standort ausgesetzt. Tatsächlich fanden die kleinen Naturforscher die verschiedensten Lebewesen: Krebse, verschiedene Fliegen- und Libellenlarven, Wasserschnecken, Puppen von Wasserinsekten und Spinnen. Auch Spiel und Spaß kamen an diesem Vormittag nicht zu kurz, zum Abschluss spendierte eine Mutter sogar noch ein Eis.

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31. Juli 2020


Von Schafen und Wolle - erste Aktion der Naturparkschule Lauterbach im neuen Schuljahr


Auch wenn es draußen stürmt und schneit, im Klassenzimmer der zweiten Klasse der Naturparkschule Lauterbach ist der Frühling mit seinen leuchtend bunten Blüten eingekehrt.

Schon vor Wochen sind die frischgebackenen Zweitklässler in den Sulzbach gewandert. Ziel war die Schafweide von Carolin Weiß mit ihren kleinen bretonischen Bergschafen. Zuerst waren die Schafe etwas erschrocken und haben sich vor den begeisterten Schülern in Sicherheit gebracht aber nach und nach wurden sie dann doch zutraulicher und ließen sich füttern und manche sogar ganz vorsichtig streicheln.

Die Schüler kamen natürlich wie immer nicht ganz unvorbereitet und hatten eine Menge Fragen an Frau Weiß. Wie alt werden die Schafe, wie viel Junge bekommen sie und wie oft und warum muss man die Schafe scheren? Aber auch Carolin Weiß hat sich gut vorbereitet und ganz viele Dinge ausgebreitet. Da gibt es gewobene Teppiche, eine gestrickte Jacke und flauschige gekämmte Wolle –alles aus der Wolle ihrer Schafe! Eine dicke Rolle der gekämmten Schafwolle bekommen die Schüler dann sogar mit in die Schule. Was daraus wohl entstehen soll?

Susanne Breuling löst das Rätsel. Die Filzerin aus Schramberg hat im Klassenzimmer viele unterschiedliche Dinge aufgebaut und der dicke Wollknäuel von Carolin Weiß ist auch dabei. Frau Breuling ist überrascht was die Schüler noch alles über die Schafe wissen und erzählt dann, was nach dem Scheren der Schafe mit der Wolle geschieht. Sie hat einen Arm voll ganz frischer Wolle dabei, die direkt vom Schaf kommt und auch noch ziemlich stark nach Schaf riecht aber auch schon fein gekämmte und gesponnene Wolle. Die Schüler dürfen alles anfassen und beschnuppern und sogar selbst Wolle zupfen, um sie dann durch die Carde zu drehen und damit zu kämmen. Diese fein gekämmte Wolle kann dann so zum Spinnen und Weben verwendet werden.

Nach der großen Pause geht es dann aber für die Schüler selbst ans Werk: der trübe Novembertag soll durch viele bunte Blüten aufgehellt werden. Dazu wird zuerst die Wolle -es ist die Wolle der Sulzbacher Schafe- für den Stiel mit Wasser und Seife ganz fest gerollt. Dann darf sich jeder Schüler aus vielen bunten Farben eine Blüte zusammenstellen. Die Blüte zu filzen ist dann leicht, diese dann aber mit dem Stiel zu verbinden, ist eine echte Herausforderung. Die Klasse ist mit großem Eifer bei der Sache und so entsteht nach und nach eine wunderschöne bunte Blüte nach der anderen. Natürlich darf dann jeder seine einmalige Blüte mit nach Hause nehmen.

Das war eine tolle Aktion und die Schüler stellen fest, dass Schafe nicht nur wichtig sind, um die Wiesen um Lauterbach herum zu beweiden, sondern dass man auch mit der Wolle der Schafe ganz viele tolle Sachen machen kann.

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15. November 2019



Zertifizierungsfeier zur Naturpark-Schule


Das Netzwerk der Naturparkschulen hat ein neues Mitglied gewonnen: Die Grundschule Lauterbach wurde vom Verband Deutscher Naturparke zertifiziert.

Damit ist sie die neunte Naturparkschule im gesamten Naturpark und die zweite Grundschule im Landkreis Rottweil, die moderne Heimatkunde in ihren Lehrplan integriert.

Bei der Auszeichnungsfeier im Gemeindehaus überreichte Siegfried Scheffold, Bürgermeister von Hornberg und stellvertretender Vorsitzender des Naturparks, eine Urkunde und Plakette mit der Aufschrift »Naturpark-Schule« an Rektorin Sandra Winterhalter und Bürgermeister Norbert Swoboda.

Moderne Heimatkunde integrieren
Die Naturparkschulen seien ein wichtiger Baustein des Naturparks. Die Kinder würden schon früh für die Einzigartigkeit der Natur und Umwelt in ihrer unmittelbaren Umgebung sensibilisiert und bekommen Gestaltungskompetenzen vermittelt, so dass sie ihre Zukunft im Naturpark aktiv mitentwickeln können, erklärte Scheffold.

Das Projekt Naturparkschule Lauterbach sei schon länger im Gespräch gewesen und durch Aushilfslehrer Hans-Kurt Rennig erneut ins Rollen gebracht und nun umgesetzt worden, so Swoboda.

»Wir können stolz sein, dass wir so tolle Rahmenbedingungen für eine schöne und angenehme Schulzeit für Kinder und Lehrer erreichen konnten«, sagte der Lauterbacher Bürgermeister. Begleitet und unterstützt wurde die Grundschule von Manuela Riedling vom Naturpark bei der Antragsstellung sowie der Erarbeitung des Konzepts.

Vier Unterrichtsmodule, die von Projektmanagerin Susanne Kopf entwickelt wurden, haben die Grundschüler im vergangenen Schuljahr in Kooperation mit außerschulischen Partnern absolviert, erklärt Sandra Winterhalter.

So wurden die Erstklässler zu »Wiesenforschern« und legten mit dem Obst- und Gartenbauverein Lauterbach eine Blumenwiese an. Die zweite Klasse entdeckte bei einem spannenden Ausflug den heimischen Wald mit Förster Holger Wöhrle und wurde beim Müllsammeln auch auf die Empfindlichkeit des Ökosystems aufmerksam gemacht. Einblick in den Wasserkreislauf und die Trinkwasserversorgungen bekamen die Drittklässler bei ihrem Besuch des Hochbehälters sowie bei der »Kleinen Kinzig«.

Umweltverschmutzung ist ebenfalls ein Thema
Durch Schwarzwaldmaler Wilhelm Kimmich lernte die vierte Klasse die Kunst ihrer Heimatregion kennen und durfte sich selbst im Malen von heimischen Orten versuchen. Auch für dieses Schuljahr sind weitere Module geplant, zwei davon stehen bereits fest: Die erste Klasse wird das Thema Imkerei und Honigbiene im Unterricht behandeln, Klasse zwei wird sich mit Schafen beschäftigen. Für die Dritt- und Viertklässler ist vorgesehen, dass sie ihre Themen vertiefen und dabei globale Perspektiven miteinbeziehen.

Ziel ist es, dass pro Klassenstufe je zwei Module durchgeführt werden, die die Kinder im Unterricht mit ihren Klassenlehrern vor- und nachbereiten.

Eine Naturparkschule zu werden, sei die richtige Entscheidung gewesen, die den Unterricht bereichere und ihm eine neue Tiefe und Qualität verleihe, meinte Sandra Winterhalter. Im Anschluss stellten die Schüler ihre Module vor: Die Erstklässler wiesen in ihrem kleinen Theaterstück, bei dem einige Spaziergänger ihren Müll im Wald liegen ließen, auf die Umweltverschmutzung hin.

Die zweite und dritte Klasse bewies ihre musikalischen Fertigkeiten. So sangen die Zweitklässler ein Lied über eine »Wunderschöne Wiese« und die Drittklässler das Lied »Der Baum des Lebens«.

Die vierte Klasse rundete die Veranstaltung mit dem Gedicht »Das Wasser« von James Krüss ab.


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Sie freuten sich über die Naturparkschule (von links): Erster Landesbeamter Hermann Kopp, Bürgermeister Norbert Swoboda, Rektorin Sandra Winterhalter, Siegfried Scheffold, stellvertretender Vorsitzender Naturpark Schwarzwald Mitte-Nord und Jan Schneemann vom Staatlichen Schulamt Donaueschingen.

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08. November 2019, Text: Schwarzwälder Bote/Madlen Brüstle




Die Wiesenforscher sind unterwegs!


Heute wird das Klassenzimmer für die Erstklässler ins Grüne verlegt! Los geht’s mit einem kurzen Spaziergang den steilen Waldweg hinauf zum Pavillon. Von dort aus haben wir einen schönen Blick über Lauterbach und es gibt einen tollen Kletterbaum, der auch gleich von uns erobert wird. Dann geht’s aber weiter auf die Wiese des Obst- und Gartenbau Vereins, wo wir schon von Herrn Maurer und Frau Moosmann erwartet werden. Es gibt viel zu sehen hier, Obstbäume, ein Insektenhotel, Beete und Beerenhecken, ein Gartenhaus und viele Blumen und Insekten.

Der Apfelbaum hat dieses Jahr mächtig unter der Trockenheit gelitten und wird vielleicht sogar einige der noch ganz winzigen Äpfelchen abwerfen, wenn es weiter so trocken bleibt. Ein paar Tage Regen helfen da leider nicht bedauert Herr Maurer.

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Nach einem Rundgang durch den Garten werden wir in zwei Gruppen eingeteilt und bekommen „unsere“ Entdeckerwesten! Die sind super –und wenn man genau in den Taschen nachschaut finden wir auch noch zwei Lupen!

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Nun können wir unsere Umgebung noch viel besser erkunden!

Zuerst aber „Gruppenarbeit“: Eine Gruppe geht mit Herrn Maurer und Frau Moosmann zu den Beeten. Dort steht schon Werkzeug bereit und wir bekommen erklärt wie wir selbst eine Blumenwiese anlegen können. Da wird gerecht und aufgelockert, Samen verteilt –aber schön gleichmäßig bitte!- und festgeklopft und angegossen.

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Wenn die Blumenwiese gewachsen ist, gibt sie Nahrung für viele Insekten, wie zum Beispiel den Schmetterlingen die wir in unserem Klassenzimmer bei ihrer Entwicklung beobachtet haben.

Die Andere Gruppe macht sich auf die Suche nach Blättern und Gräsern, die dann in eine Pflanzenpresse gepackt werden.

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In der Schule können wir daraus schönes „Pflanzenpapier“ herstellen. Es ist klasse, dass wir so etwas von der Wiese mit ins Klassenzimmer nehmen können. Wir achten darauf, dass wir nur Blätter oder Blüten abpflücken die sehr häufig vorkommen, um den Insekten nicht ihre Nahrung wegzunehmen.

Leider ist die Zeit dann schon um, noch ein Gruppenbild mit Entdeckerweste

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und dann geht es auf dem schönen Waldweg wieder zurück zur Schule. Das war ein anstrengender aber auch ganz toller Ausflug!


03. Juli 2019



Auf den Spuren des Trinkwassers


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Nun sind die Drittklässler der Grundschule Lauterbach nicht mehr zu halten! Endlich dürfen auch sie raus aus der Schule und auf dem Weg zur Naturparkschule ihre Umgebung entdecken.

Das Ziel für die Klasse ist der Wasserhochbehälter an der Heiligenmatte. Dort wollen die Schüler dem Wasser auf den Grund gehen. Dem Wasser, das einfach so ganz selbstverständlich aus dem Wasserhahn kommt. Wo kommt es her, wie kommt es zu uns ins Haus, wie lange ist es unterwegs? Es gibt viele Fragen und Stefan Wälde von den Stadtwerken Schramberg, die die ganzen Anlagen und das Rohrnetz betreuen, hat alle Hände voll zu tun, um die interessierten Schüler zu informieren.

Für die Trinkwasserversorgung in Lauterbach werden vier Quellen genutzt. Über Hochbehälter und Pumpwerke wird das Wasser in ein Netz aus Rohren geleitet und so über Lauterbach verteilt. Dabei ist das Wasser mindestens 50 Tage in der Erde unterwegs bevor es für die Lauterbacher als Trinkwasser aufbereitet, also gereinigt wird. Dann dauert es noch einmal 3 Tage vom Hochbehälter in das Ortsnetz und in die Küchen und Badezimmer der Häuser. Das ist ein ganz schöner Aufwand und alle sind fasziniert von all den Rohren, den Behältern und den Apparaturen, mit denen diese Vorgänge von Herrn Wälde und seinen Kollegen kontrolliert werden.

Auf dem Rückweg zur Schule geht es dann durch die herrlichen Blumenwiesen an der Heiligenmatte und da begegnen die Schüler den Junikäfern. Überall fliegen und krabbeln die kleinen Insekten, alle sind begeistert! Da hätten die Junikäfer am Ende dem Wasser fast noch die Show gestohlen. Aber nur fast, denn spätestens wenn es dann abends ans Duschen oder Zähne putzen geht, ist doch jeder froh darüber, dass das Wasser einfach nur so aus dem Hahn kommt.

Aber das war noch nicht alles! Die Klasse macht noch einen zweiten Ausflug, denn nicht jeder hat so viel Glück wie die Lauterbacher, die ihre eigenen Quellen zur Trinkwasserversorgung nutzen können. Was machen denn die ganzen anderen Leute in den Städten zum Beispiel? Mit dieser und vielen anderen Fragen macht sich die dritte Klasse auf nach Reinerzau zum Wasserzweckverband „Kleine Kinzig“. Schon an den Gebäuden sieht man: das ist alles viel größer als in Lauterbach. Na ja, es werden mit dem Wasser der „Kleinen Kinzig“ ja auch viele Gemeinden mit Trinkwasser versorgt, erklärt Herr Kübler, der die Klasse durch die Anlage führt. Insgesamt 250.000 Einwohner bekommen ihr Wasser aus dem Stausee, der über drei Bäche und unzählige kleine Gewässer gespeist wird. Aber keine Sorge, diese Gewässer liegen alle in dem dichten Wald, der um den See wächst und baden darf in dem riesigen „Trinkwasserbehälter“ auch niemand.

Nun haben die Schüler aber genug gehört und wollen den See mit eigenen Augen sehen. So haben sich die meisten das dann aber nicht vorgestellt: Erst einmal geht es durch einen langen kalten Gang unter dem Damm und dem See hindurch in den Entnahmeturm. Dort sieht man all die dicken Rohre, in denen das Wasser abgeleitet wird und eine Treppe. Diese Treppe muss nun erklommen werden. Da wird es allen wieder warm und dem einen oder anderen auch ein bisschen mulmig. Immerhin, der Turm ist 75 Meter hoch und ganze 351 Stufen führen zum Ausguck. Aber der Aufstieg hat sich gelohnt, der Ausguck befindet sich hoch über dem See und mitten drin! Da wird es schon noch einmal ganz deutlich, was es bedeutet, aus all diesem Wasser reines sauberes Trinkwasser herzustellen, das jeder bedenkenfrei direkt aus dem Wasserhahn trinken kann.

Ganz sicher sehen die Schüler der dritten Klasse nach diesen Ausflügen das Wasser, das wir so ganz selbstverständlich jeden Tag verbrauchen, mit ganz anderen Augen an.




03. Juli 2019



Auf den Spuren von Wilhelm Kimmich


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Da staunen die Viertklässler der Grundschule Lauterbach nicht schlecht, für sie alleine wurden die Türen der Galerie Wilhelm Kimmich geöffnet und nun stehen sie im Lager inmitten unzähliger Bilder in allen Größen.

Die Lauterbacher Schüler und Lehrer sind wieder unterwegs Richtung Naturparkschule und dieser Weg führt sie heute auf die Spuren des Schwarzwaldmalers Wilhelm Kimmich. Unterstützt werden sie dabei von der Kunsthistorikerin Ulrike Hoffmann, die den Schülern zuerst Wilhelm Kimmich als Mensch und Maler vorstellt und anschließend durch die Räume mit den Gemälden führt.

Manch einer mag sich fragen: Was hat denn Kunst mit Naturparkschule zu tun? Sehr viel, wie auch Bürgermeister Norbert Swoboda, der es sich nicht nehmen lässt die Schüler in der Galerie selbst zu begrüßen, betont. Wer ein Bild malen will, muss sehr aufmerksam sein und sein Motiv sehr genau betrachten und da bietet die Natur rings um Lauterbach wunderschöne Motive in Hülle und Fülle.

Der vor mehr als 120 Jahren geborene kleine Wilhelm hat schon im Alter von 10 Jahren als Hirtenbube arbeiten müssen und sich das Malen bereits sehr früh selbst beigebracht. Mit zwölf Jahren hat er mit dem Zeichnen begonnen und wurde im Laufe der Zeit zum berühmten Künstler und Lauterbacher Ehrenbürger. Er hat seine Heimat und die Natur geliebt und diese und die Menschen in zahlreichen Bildern festgehalten.

Diese Bilder werden von den Schülern fasziniert betrachtet: Ist das alles Kunst? Manche Bilder sehen so gar nicht fertig aus, andere sind dagegen so genau gemalt, dass man meinen könnte sie seien fotografiert. Vor allem die Kinderbilder werden genau unter die Lupe genommen aber auch die Katzen und die Blumensträuße und natürlich die schöne Landschaft, die vielen so bekannt vorkommt.

Die Schüler sind gut auf den Besuch in der Galerie vorbereitet und wissen schon sehr viel über den berühmten Lauterbacher. Einige Fragen habe sie aber dann doch noch: Hatte Wilhelm Kimmich denn auch Geschwister? Welches waren seine Lieblingsfarben und Motive? Hatte er viele Freunde? Ulrike Hoffmann kann fast alle Fragen beantworten, bei dem großen Interesse an der Person des Malers, muss jedoch auch sie noch das eine oder andere recherchieren.

Nun geht es aber raus in die Natur! Die Gruppe wandert Richtung Sulzbach, ihr Ziel ist die Winterbauernhofmühle. Schon unterwegs werden d ie Blicke geschärft: Wie würde man den Hang an der Heiligenmatte ganz kurz skizzieren? Ist das Wasser im Bach wirklich blau und wie bekommt man das mit der Strömung und den kleinen Stromschnellen hin? Das werden wir später selbst noch ausprobieren verspricht Frau Hoffmann.

An der Mühle angekommen ist es leider zu nass, als dass man draußen malen könnte, deshalb improvisieren die Schüler und machen erst mal eine Skizze. Das kann ruhig ganz geschwind gehen, sie dient nur als grobe Vorlage für das spätere Bild.

Mit Herrn Winterhalter dürfen dann alle noch einen Blick in das Innere der alten Mühle werfen und dann geht es zurück in die Schule. Dort wird es noch einmal ganz spannend: Jeder bekommt eine Leinwand, ein Stückchen Zeichenkohle und eine Platte mit Farben ausgehändigt und alle dürfen sich nun selbst als Künstler fühlen. Mucksmäuschenstill ist es, alle sind mit Pinsel und Spachtel und den vielen bunten Farben beschäftigt. Jeder bringt seine ganz eigene Mühle auf die Leinwand. Wunderschöne und total unterschiedliche Bilder sind das Ergebnis dieses Vormittags und die Schüler sind sich einig: Das hat riesigen Spaß gemacht!




14. Mai 2019



Die Waldentdecker sind unterwegs


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Ausgerüstet mit festen Schuhen, warmen Jacken und einem Vesper, brechen die Zweitklässler der Grundschule Lauterbach auf, um den heimischen Wald zu entdecken und zu erforschen.

Nachdem die Kooperationsvereinbarung von Bürgermeister Norbert Swoboda, Schulleiterin Sandra Winterhalter und Manuela Riedling vom Naturpark Schwarzwald Mitte/Nord vergangene Woche unterzeichnet wurde, kann es jetzt los gehen! Mit zahlreichen Unternehmungen werden die Schüler ab jetzt ihre Heimat erkunden aber auch einen Blick in die weitere Region werfen.

Schon am Treffpunkt an der Schule stellen alle fest: wir wohnen ja eigentlich alle irgendwie im Wald. Grund genug den Wald einmal genauer zu betrachten. Da ist zum Beispiel ein Gleichgewicht ganz wichtig, sagt Holger Wöhrle gleich zu Beginn und demonstriert das auch ganz deutlich. Alle versammeln sich an einem Baumstamm, der am Waldboden liegt und vermodert. Das ist nicht einfach so Abfall den man wegräumen muss, erklärt der Revierförster und lässt alle an dem Stamm riechen. Der Stamm duftet intensiv nach Erde und das ist auch seine Bestimmung: er wird verrotten und dann wieder zu Erde, in der dann neue Pflanzen wachsen können. Ganz anschaulich wird das beim Sammeln von am Boden liegenden Eicheln, die schon bereit sind, um im Waldboden Wurzeln zu schlagen. Das ist ja ein richtiger Kreislauf, stellen die Schüler erstaunt fest.

Erstaunt sind die Schüler allerdings auch über die Menge an Müll die sich im Wald ansammelt. Immer wieder ertönt der Ruf: Müll und es wird wieder eine Flasche, eine Dose oder etwas aus Plastik eingesammelt. Dieser Müll verrottet nicht und passt deshalb auch nicht in den natürlichen Kreislauf. Für viele Tiere ist das sogar richtig gefährlich, macht Holger Wöhrle deutlich.

Zum Glück wird auch viel anderes Interessantes entdeckt: Da gibt es zum Beispiel viele unterschiedliche Pflanzen im Wald. Die genaue Anzahl der verschiedenen Pflanzen kann auch Holger Wöhrle nicht nennen aber er weiß, dass man viele Pflanzen am Geruch oder sogar am Geschmack erkennen kann. Da sind zum Beispiel die Douglasie mit ihrem Duft nach Zitrone, Mandarine und Grapefruit, der Faulbaum der eher nach Zwiebeln riecht und die Buche, deren Knospen nach Nuss schmecken.

Auch die Schüler haben sich im Unterricht gut auf die Walderkundung vorbereitet und löchern den Revierförster mit unzähligen Fragen. Fazit ist: Der Wald ist ein spannender Ort, wo es viel zu entdecken gibt und deshalb wollen alle wieder gemeinsam losziehen und den Wald zu einer anderen Jahreszeit erneut erkunden. Ermöglicht wird das Projekt durch eine Förderung des Naturparks Schwarzwald Mitte/Nord und die Unterstützung der Gemeinde Lauterbach.




10. April 2019





Aufbruch zu neuen Ufern beginnt: Vereinbarung für Naturpark-Schule ist unterzeichnet


Naturpark

Die Tinte unter der Kooperationsvereinbarung ist nun trocken: Schulleiterin Sandra Winterhalter, Bürgermeister Norbert Swoboda und Umweltpädagogin Manuela Riedling vom Naturpark Schwarzwald Mitte/Nord unterzeichneten die Vereinbarung, womit dem Startschuss nichts mehr im Wege steht. Bereits am 05.04.2019 beginnt die erste Aktion unter dem Motto „Waldentdecker unterwegs“ mit dem Revierförster.

Projektleiterin Susanne Kopf von der Leader-Geschäftsstelle knüpft die Kontakte mit externen Partnern und unterstützt die Lehrkräfte bei diesem Sprung ins kalte Wasser. Zudem werden diese fortgebildet.

Die Grundschule Lauterbach ist nach der Hans-Holzwarth-Schule in Dornhan die zweite Naturpark-Schule im Kreis Rottweil. „Der Unterricht soll praxisnaher werden“, sagt die Schulleiterin über die Ziele mit der Einrichtung der Naturpark-Schule. So soll beispielsweise das Thema Wald nicht nur im Klassenzimmer behandelt werden, sondern direkt vor Ort. Die Heimat- und Umweltbildung soll das Bildungsangebot erweitern.

Erweitert wird das Ganze außerdem um die Sparte Kultur. Hier kommt beispielsweise die Galerie Wilhelm Kimmich ins Spiel. „Wie sah Lauterbach in der Kindheit von Wilhelm Kimmich anfangs des 20. Jahrhunderts aus und wie sieht der Ort im Vergleich dazu heute aus?“, könnte eine Frage sein.

Den Anstoß für die Bewerbung um eine Naturpark-Schule in Lauterbach gab es im vergangenen Schuljahr. Damals war Vertretungslehrer Hans Kurt Rennig an der Schule tätig. Er legte viel Wert auf die Natur. Beispielsweise wurden damals Apfelbäumchen auf dem Imbrand gepflanzt. So etwas wollte man auch künftig fortführen.

„Wir brauchen keine Plaketten und Auszeichnungen, es muss vielmehr bei den Kindern etwas ankommen“, formuliert Sandra Winterhalter das mit der Naturpark-Schule verbundene Ziel. Das Ganze soll vielseitig und fächerübergreifend sein. Die Heimat soll mit anderen Augen wahrgenommen werden. Ein Beispiel: „Eine steile Wiese mäht sich nicht von alleine. Die Kinder sollen darauf aufmerksam werden, wie so etwas geschieht“.

Auch Bürgermeister Norbert Swoboda freut sich über die neue Einrichtung: „Das hat eine gute Außenwirkung und spricht für einen attraktiven Schulstandort“, sagt er. Zudem sei das Gebäude saniert und die Schule nach dem Abschluss aller Arbeiten in einem sehr guten Zustand. Das könne in Kombination mit der Naturpark-Schule in Zeiten des Lehrermangels durchaus auch Pädagogen nach Lauterbach locken. Das Klassenzimmer bleibt aber natürlich nicht dauerhaft leer. Vielmehr wird das Gesehene im Unterricht nachbereitet und auch schon davor geht es in der Theorie um bestimmte Themen, die dann vor Ort erkundet werden.




09. April 2019, Text: Martin Dold|Schwarzwälder Bote



Wir sind auf dem Weg ...


Seit 2015 gibt es das Projekt „Naturparkschule“ im Naturpark
Schwarzwald Mitte/Nord.

2018 haben wir uns auf den Weg gemacht und die ersten Module starten
im Frühjahr 2019. Weitere Informationen werden folgen.

>> Hier geht es direkt zum Projekt Naturparkschulen
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19. Februar 2019




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