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Impressionen
Schulfest der Grund- und Hauptschule mit Werkrealschule Lauterbach
Einen Tag lang drehte sich die ganze Schule um "Uhren und Zeit"
Alles hat seine Zeit: Knapp sieben Stunden lang stand die Grund- und Hauptschule
mit Werkrealschule Lauterbach bei ihrem Schulfest unter dem Zeichen von
"Uhren und Zeit". Sie präsentierte die Ergebnisse der Projektwoche
vom Ende des vergangenen Schuljahres. Insgesamt wurde das Thema Zeit in all
seinen Facetten von allen Klassen umfassend bearbeitet. Für Schüler, Eltern
und Gästen bot sich so einmal mehr der Anlass, das schulische Leben von seiner
besten Seite aus nächster Nähe zu beobachten.
Schwungvoll ging es bereits bei der Eröffnung im Gymnastiksaal zu: die
Schulbläsergruppe umrahmte den Auftakt, bei dem Rektor Otto Schoch als
prominentesten Ehrengast den Sprengelschulrat Manfred Liebrecht begrüßte. Es
war dessen Antrittsbesuch in Lauterbach und er konnte viele gute Eindrücke mit
aufs Amt nehmen. Der Schulleiter würdigte insbesondere den hohen Stellenwert
der Zusammenarbeit zwischen Eltern und Schule, der nicht zuletzt dadurch zum
Ausdruck kam, dass die Eltern für das leibliche Wohl sorgten. Deren
Bewirtungsangebote wurden dann auch den ganzen Tag über gerne angenommen, so
dass am Schluss "Alles ausverkauft" gemeldet werden konnte.
Und niemand kam auf die Idee zu fragen, "wann es denn endlich
klingelt". Bürgermeister Norbert Swoboda erinnerte in seinem Grußwort
daran, dass diese als Bitte vorgetragene Frage schon mal gelegentlich im
Unterricht gestellt wird. Nicht beim Schulfest: In seinem Grußwort, das mit
etlichen philosophisch angehauchten Bezügen zum Motto des Festes angereichert
war, stellte der Bürgermeister auch den regionalen Zusammenhang zu unserer
Gegend her, die für Uhren und Zeitmessung steht.
Bei einem Gang durch die verschiedenen Räume im Hauptbau wurde dies immer
wieder sichtbar.
In mehreren Klassenzimmern konnten die von den Schülern hergestellten, ganz
verschiedenen Projekte angeschaut werden: geschichtliche, kulturelle,
geografische, naturwissenschaftliche und politische Zeitreisen. Allesamt sehr
ansprechend präsentiert unter dem Stichwort "Uhren und Zeit".
Mit vielen Bezügen, die bei manchen Besuchern die Frage aufkommen ließ:
"Weißt du noch ...?" und etliche Erinnerungen weckten. Zum Beispiel
in dem eigens hergerichteten „historischen Klassenzimmer", das nicht nur
ein Anziehungspunkt für die Älteren war, sondern das die heutigen Schüler
ganz "cool" und originell fanden.
Auch an den Lehrern ist die Zeit nicht spurlos vorüber gegangen: Beim Schulquiz
musste je ein Kinderbild einem aktuellen Foto der Lehrer zugeordnet werden. Was
auf Grund der doch sichtbaren Ähnlichkeit zumeist problemlos gelang und
gelegentlich hieß es dann: "Der / die hat sich gar nicht verändert
..."
Selbst das Wetter spielte mit an diesem Samstag, und so unterhielt eine
Formation der "Eintracht" während der Mittagszeit die Besucher mit
flotten Melodien in der Pausenhalle.
Dort und im Schulhof konnten sich Schüler bei Geschicklichkeitsspielen beweisen
- alle natürlich passend zum Motto des Schulfestes. Auch drinnen sorgten
Vorführungen verschiedenster Art für abwechslungsreiche Kurzweil. Wobei selbst
das Gemeindehaus, wie am Abend zuvor bei der Aufführung des Musicals
"Mahlzeit", nochmals Raum bot: die ehemalige Klasse 4a präsentierte
im kleinen Saal das Schattentheater "Momo". Nicht nur die besonders
große Aufmerksamkeit der Zuschauer zeigte die Anerkennung für diese
außergewöhnliche Leistung. Die weiteren Aufführungen, die allesamt im
Gymnastiksaal stattfanden, hatten ebenfalls ein dankbares Publikum, das sich
über die Leistungen der Schüler freute.
Egal ob es sich um das Dia-Kino "Caroline in der Wüste" handelte, den
Weckertanz, den Auftritt der Minisingers, der "Geschichten und
Geschichte" oder den Blättertanz.
"Basteln und Spielen" schließlich hieß die Devise im Aufenthaltsraum
der Grundschule, und mit dem Kinderschminken auf dem Pausenhof ließen sich
etliche Grundschüler "verschönern". So dass den ganzen Tag über
Freude, Zufriedenheit und unentwegtes Treiben stattfand, und alleine schon die
vielen Gesprächs- und Begegnungsmöglichkeiten, jenseits allen oftmals
vorhandenen Zeitdrucks, trugen zum guten Gelingen bei.
"Kinder, wie die Zeit vergeht", hatte Bürgermeister Swoboda innerhalb
seines Grußwortes zum Beginn des Schulfestes ein geflügeltes Wort zitiert.
Viel Zeit hatten sich die am Schulleben Beteiligten im Vorfeld genommen, um bei
ihrem Schulfest die Zeit für einen Moment anzuhalten und sich und den Gästen
ein paar Stunden lang unbeschwerte wie auch zeitgemäße Eindrücke zu
ermöglichen.
(Robert King)
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